N A T U R S C H U T Z D I E N S T

An Tagen mit besonders hohem Besucherandrang sind in den Naturschutzgebieten auf dem Schauinsland, am Schönberg und am Kaiserstuhl ehrenamtliche Naturschutzwarte unterwegs. Ihre Aufgabe besteht darin durch Information und Aufklärung Verständnis bei den Besuchern für die Anliegen des Naturschutzes zu wecken und für die Einhaltung der Schutzbestimmungen zu sorgen.

Der Naturschutzwart auf „Streife“

 
  • möchte mit beispielhaftem Verhalten und mit Hinweisen und Vorschlägen die Akzeptanz von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege fördern und stärken.
  • informiert über die Ziele des Naturschutzes und dessen Bedeutung für eine vielfältige, lebenswerte Umwelt und Landschaft.
  • informiert über richtiges Verhalten in Natur und Landschaft.
  • klärt auf über Schutzbestimmung und die Folgen von Rechtsverletzungen.
  • verschafft sich einen Überblick über den allgemeinen Zustand des Gebietes.
  • beobachtet und beschreibt Art und Zustand der geschützten Pflanzen und Tiere
  • stellt Beeinträchtigungen durch Witterung und menschliche Eingriffe fest
  • erfasst die Besucherintensität
  • macht Meldung von Schäden und nachhaltigen Veränderungen in Natur- und Landschaft an die unteren Naturschutzbehörden.
  • schreibt am Ende der Begehung einen Bericht über das begangene Gebiet, getroffene Maßnahmen (Information, Ermahnung, etc.) und besondere Vorkommnisse.

Wie werde ich ehrenamtlicher Naturschutzwart?

Nach § 52 des Landesnaturschutzgesetzes können die unteren und höheren Naturschutzbehörden geeignete Personen ehrenamtlich damit beauftragen, Besucher der freien Landschaft über die Vorschriften zum Schutz der Natur und der Landschaft zu informieren und die Einhaltung dieser Bestimmungen mit dem Ziel zu überwachen, ihre Verletzung zu verhüten und Schäden für Natur und Landschaft abzuwenden.

Laut VwV Naturschutzdienst sind für den Naturschutzdienst volljährige, zuverlässige Frauen und Männer geeignet, die

 
  • die wesentlichen rechtlichen Bestimmungen zum Schutz von Natur und Landschaft kennen,
  • die für ihren Aufgabenbereich erforderlichen naturkundlichen Kenntnisse durch Ausbildung, Beruf oder sonstige nachgewiesene Beschäftigung mit Natur und Landschaft besitzen,
  • mit den örtlichen Verhältnissen, besonders den geschützten Gebieten und Gegenständen, innerhalb ihres Aufgabenbereichs vertraut sind,
  • über die notwendige allgemeine Lebenserfahrung verfügen und einen guten Leumund besitzen,
  • in Baden-Württemberg einen Wohnsitz haben.

Die Naturschutzvereine (z. B. Schwarzwaldverein), der Landesnaturschutzverband und die Gemeinden haben ein Vorschlagsrecht für die Bestellung. Obwohl jede Bewerberin / jeder Bewerber auch ohne Vorschlag die Bestellung beantragen kann, ist es sinnvoll, den Antrag über einen Naturschutzverein einzureichen. Bei diesen Personen, kann die Behörde unterstellen, dass die notwendige Eignung vorhanden ist.
(Taschenbuch des Naturschutzes in Baden-Württemberg; Hg. Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V., 2007)

Hauptverein    Deutscher Familienverband

 

 

 

 

 

 

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